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Ein Jahr FAMOS: Ein Familienort wächst ins Bahnhofsviertel

FAMOS feiert ersten Geburtstag – mit Begegnung, Beratung und neuen Projekten für Familien im Stadtteil

Kinder bauen Türme, Eltern trinken gemeinsam Kaffee, nebenan wird bei Formularen geholfen oder über den Schulalltag gesprochen: Seit der Eröffnung im September 2025 ist in der Moselstraße mit FAMOS ein Ort entstanden, an dem Familien unkompliziert ankommen, sich austauschen und Unterstützung finden können.

Das Angebot reicht inzwischen vom Eltern-Kind- sowie Papa-Kind-Café über Sprachtreffs bis hin zu Formularhilfe, dem Mama-Info-Café am Morgen vor der Schule und dem Eltern.Raum für Fragen rund um Schule und Familienalltag. Gemeinsam mit Einrichtungen und Akteur:innen aus dem Stadtteil wurden Angebote entwickelt, Netzwerke aufgebaut und Zugänge zu Beratung, Bildung und Förderung erleichtert. Im Mittelpunkt steht ein niedrigschwelliger Ansatz: zuhören, vernetzen, beraten und gemeinsam Lösungen entwickeln. Ziel ist es, Familien im Bahnhofsviertel Sichtbarkeit und Gehör zu verschaffen.

Jetzt geht FAMOS noch stärker ins Quartier

Zum ersten Geburtstag erweitert FAMOS seine Arbeit im Stadtteil: Mit dem Programm „Stadtteilflüsterinnen“ gibt es künftig ein zusätzliches aufsuchendes Angebot für das Frankfurter Bahnhofsviertel. Die Stadtteilflüsterinnen wurden ursprünglich von der Commerzbank-Stiftung gemeinsam mit der Diakonie in Preungesheim ins Leben gerufen und anschließend von der Crespo Foundation und der Stadt Frankfurt weitergeführt und ausgebaut. Für das Bahnhofsviertel wird das Projekt nun für drei Jahre vollständig von der Commerzbank-Stiftung finanziert.

Die Stadtteilflüsterinnen sollen dort ansetzen, wo Familien und andere Menschen im Quartier unterwegs sind, Kontakte knüpfen, zuhören und Bedarfe aufnehmen. Damit wird auch FAMOS noch stärker im Stadtteil präsent: Familien sollen nicht nur einen Ort haben, an den sie kommen können, sondern auch Ansprechpartnerinnen, die ihnen im Quartier begegnen und neue Zugänge schaffen.

Auch im zweiten Jahr: neue Ideen und weitere Perspektiven

Mit Unterstützung der Stiftungsallianz für das Frankfurter Bahnhofsviertel sollen mit dem FAMOS auch künftig neue Ideen und Projekte vor Ort möglich werden. Die acht beteiligten Stiftungen – Commerzbank-Stiftung, Crespo Foundation, Karg-Stiftung, Metzler Stiftung, ODDO BHF Stiftung, Stiftung Giersch, Stiftung Polytechnische Gesellschaft und STIFTUNG RUDOLF BRAND – HELMUT SCHÖLER – stellen dafür von 2025 bis 2027 jährlich rund 260.000 Euro für Bildungs- und Sozialarbeit im Bahnhofsviertel bereit. Die Allianz wird von der Initiative Frankfurter Stiftungen e. V. getragen.

Geplant sind unter anderem zusätzliche offene Angebote im FAMOS, ein Kinderbücherschrank oder eine Ferienfreizeit für Kinder und Familien. Das Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt unterstützt die Initiative zudem aus dem „Frankfurter Programm – Aktive Nachbarschaft“. Organisatorisch und inhaltlich getragen wird das Projekt vom Evangelischen Regionalverband Frankfurt und Offenbach (ERV); begleitet wird es durch das Koordinierungsbüro Bahnhofsviertel der Stadt Frankfurt.

Für die weitere Entwicklung von FAMOS laufen derzeit Gespräche mit der Stadt Frankfurt über eine Weiterfinanzierung. Im Mittelpunkt bleibt, die Bedürfnisse der Menschen im Bahnhofsviertel aufzugreifen, gemeinsam Ideen zu entwickeln und konkrete Unterstützung dort zu ermöglichen, wo sie gebraucht wird.

Ein Jahr FAMOS bedeutet deshalb nicht nur ein Jahr voller Begegnungen.