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Grenzen:los – Gemeinsam Europa gestalten: Wenn Generationen Brücken bauen

Die Deutsch-französische Freundschaft lebt von Begegnungen, gegenseitigem Vertrauen und Menschen, die sich mit Herz und Überzeugung für ein gemeinsames Europa einsetzen. Wie lebendig und kraftvoll dieses Engagement sein kann, zeigt das Intergenerationelle Forum 2026 in Saarbrücken.

Europa lebt von Menschen, die aufeinander zugehen. Von Menschen, die neugierig aufeinander bleiben, Unterschiede als Bereicherung verstehen und gemeinsam etwas bewegen möchten. Genau dieser Gedanke steht im Mittelpunkt des Intergenerationellen Forums, zu dem der Deutsch-Französische Jugendausschuss e. V. (DFJA) vom 14. bis 16. Oktober 2026 unter dem Motto „Grenzen:los – Gemeinsam Europa gestalten“ nach Saarbrücken eingeladen hat.

Hier kommen junge und ältere Menschen aus Deutschland und Frankreich zusammen, um Erfahrungen zu teilen, voneinander zu lernen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie die deutsch-französische Freundschaft und damit auch Europa in Zukunft gestaltet werden können.

Junges Engagement, das verbindet und Zukunft gestaltet

Hinter dem Forum steht eine Organisation, deren Arbeit besondere Anerkennung verdient. Der 2016 gegründete Deutsch-Französische Jugendausschuss e. V. setzt sich dafür ein, dass junge Menschen die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich aktiv mitgestalten. Mit inzwischen über 200 Mitgliedern ist ein lebendiges Netzwerk entstanden, das Begegnungen ermöglicht, neue Ideen entwickelt und den europäischen Gedanken mit Leben füllt.

Was dabei besonders beeindruckt: Die jungen Engagierten investieren neben Studium, Ausbildung und Beruf einen erheblichen Teil ihrer Freizeit, um Projekte wie dieses Forum auf die Beine zu stellen. Sie organisieren, koordinieren, begeistern andere und übernehmen Verantwortung – freiwillig, mit großer Leidenschaft und aus der Überzeugung heraus, dass die deutsch-französische Freundschaft auch in Zukunft Menschen braucht, die sich für sie einsetzen.

Ein ganz besonderer Dank gilt Louisa Schmeiduch und Daniel Hamburg, die das Intergenerationelle Forum mit großem persönlichen Einsatz organisiert haben. Gemeinsam mit ihrem Team zeigen sie, was möglich wird, wenn junge Menschen nicht nur über die Zukunft Europas sprechen, sondern sie selbst in die Hand nehmen.

Dieses Engagement verdient Wertschätzung und Unterstützung. Deshalb begleitet die ODDO BHF Stiftung die Arbeit des Deutsch-Französischen Jugendausschusses durch die Förderung ausgewählter Projekte und die Vernetzung mit Partnern. Dazu zählt auch das LAB Franco-Allemand, eine Initiative, die deutsch-französische Vereine dabei unterstützte, sich weiterzuentwickeln und neue Generationen für ihr Engagement zu gewinnen.

Denn eines ist gewiss: Eine Freundschaft zwischen Ländern bleibt nur dann lebendig, wenn Menschen sie immer wieder neu gestalten.

Ein herzliches Willkommen und ein starkes Bekenntnis zu Europa

Zur Eröffnung am 14. Oktober begrüßte Sonja Peichl, Geschäftsführerin der ODDO BHF Stiftung, die Teilnehmenden als Gastgeberin stellvertretend für die ODDO BHF Gruppe in den Räumlichkeiten der ODDO BHF SE in Saarbrücken, die dem Forum kostenfrei zur Verfügung gestellt wurden.

In ihrem Grußwort würdigte sie das außergewöhnliche ehrenamtliche Engagement der jungen Menschen und erinnerte daran, welche Bedeutung die deutsch-französische Freundschaft für den Zusammenhalt und die Zukunft Europas hat.

„Europa entsteht nicht nur in Brüssel, Berlin oder Paris. Europa entsteht dort, wo Menschen aufeinander zugehen.“ Hier geht es zum Grußwort von Sonja Peichl.

Ein Gedanke, der den Geist dieses Forums auf besondere Weise einfängt. Denn Europa ist mehr als ein politisches Projekt. Es lebt von persönlichen Begegnungen, vom Zuhören, vom gegenseitigen Verständnis und von der Bereitschaft, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen.

Gerade der Dialog zwischen den Generationen eröffnet dabei wertvolle Perspektiven: Die Lebenserfahrung und das Wissen älterer Menschen treffen auf die Neugier, die Ideen und den Gestaltungswillen der Jüngeren. Aus diesem Miteinander können Vertrauen, neue Sichtweisen und tragfähige Verbindungen entstehen.

Im Anschluss an die Begrüßung durch Sonja Peichl richteten Dr. Deniz Alkan von der Staatskanzlei des Saarlandes und Jochen Hake, Präsident der Vereinigung Deutsch-Französischer Gesellschaften für Europa e. V. (VDFG), ihre Grußworte an die Teilnehmenden.

Gemeinsam denken, diskutieren und Lösungen entwickeln

Wie wichtig die Zusammenarbeit über Grenzen hinweg ist, zeigt sich besonders bei den Themen des Forums. Denn so eng Deutschland und Frankreich miteinander verbunden sind, so unterschiedlich sind mitunter ihre Strukturen, Erfahrungen und Herangehensweisen.

Zum Auftakt beschäftigten sich die Teilnehmenden mit den Unterschieden im deutschen und französischen Journalismus und den Herausforderungen grenzüberschreitender Berichterstattung. Ebenso stand die Zusammenarbeit im Katastrophen- und Bevölkerungsschutz im Mittelpunkt: Wie können beide Länder in Krisensituationen noch besser zusammenwirken? Gerade für eine Grenzregion wie das Saarland ist diese Frage von besonderer Bedeutung.

Weitere Workshops widmen sich Nachhaltigkeit, grenzüberschreitender Mobilität und Feminismus in Europa. Auch die Zukunft der Städtepartnerschaften und die Rolle der Zivilgesellschaft werden diskutiert.

Dabei geht es nicht darum, Unterschiede zu übersehen, sondern sie zu verstehen. Gemeinsamkeiten zu entdecken, voneinander zu lernen und aus verschiedenen Erfahrungen neue Ideen entstehen zu lassen. Gerade darin liegt die besondere Stärke dieses generationenübergreifenden Austauschs.

Damit aus Begegnungen bleibende Verbindungen werden

Mit dem Forum endet der Austausch nicht. Vom 16. bis 18. Oktober nehmen die Teilnehmenden auch am 70. Kongress der VDFG/FAFA in Saarbrücken teil. Unter dem Motto „Grenzen. Brücken. Perspektiven.“ begegnen sie dort weiteren engagierten Menschen aus den deutsch-französischen Gesellschaften und der europäischen Zivilgesellschaft.

So erhalten die beim Forum entwickelten Gedanken und Ideen die Möglichkeit, weitergetragen, gemeinsam vertieft und in größere Netzwerke eingebracht zu werden. Neue Kontakte können entstehen, Partnerschaften wachsen und aus ersten Impulsen konkrete gemeinsame Vorhaben werden.

Das ist vielleicht die schönste Botschaft dieses Forums: Deutsch-französische Freundschaft ist nichts Selbstverständliches. Sie ist ein Geschenk, das gepflegt werden muss – und zugleich eine Aufgabe, die jede Generation aufs Neue mit Leben füllen darf.

Die jungen Menschen des Deutsch-Französischen Jugendausschusses zeigen mit ihrem Engagement, wie das gelingen kann: mit Offenheit, Begeisterung, Verantwortungsbewusstsein und dem festen Willen, gemeinsam etwas zu bewegen.

Sie bauen Brücken, die weit über dieses Forum hinausreichen. Und sie machen Mut für die Zukunft Europas.

Impressionen vom Intergenerationellen Forums am 14. Oktober 2026 in Saarbrücken.